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project:non
An Interactive Non-Interaction
Im täglichen Leben begegnen wir vermehrt homogenen, sterilen und funktionellen Durchgangsorten.
project:non
untersucht die Effekte solcher Nicht-Orte im Hinblick auf die in ebendiesen Orten auftretenden Phänomene von Isolation, Automation und Effizienz und die daraus entstehende Nicht-Interaktion. Die drei disruptiven Objekte
wait
,
follow
und
reach
hinterfragen diese Phänomene und versuchen sie zu brechen.
non-place
Wir wollen dieser bildhaften und zweidimensionalen flachen Welt wieder mehr Substanz und Textur geben. Dies beginnt damit, dass für diese Thematik Aufmerksamkeit und Bewusstsein geschaffen wird. Genau hier knüpft
project:non
an. Nach intensiver Recherche und Analyse haben wir viele Aspekte und Verhaltensweisen, die den Nicht-Ort ausmachen, herausarbeiten können. Alle Aspekte konnten wir auf fehlende Interaktionen sozialer und räumlicher Natur zurückführen.
wait

Die Isolation der Menschen an den Nicht-Orten ist durch eine bestimmte Körperhaltung und die Ablenkung durch ein Medium bedingt. Konkret konzentriert sich der Mensch auf ein Smartphone oder eine Zeitung in einer eher gekrümmten Haltung mit einem auf den Boden oder das Medium gerichteten Blick.
wait
besteht aus Bodenschwellen. Diese zwingen den Besucher sich auf den Boden zu fokussieren, wodurch die typisch isolierende Haltung eingenommen wird.
follow

Das Element der Rolltreppe ist ein fester Bestandteil eines Nicht-Ortes.
follow
bedient sich einem Element der Rolltreppe – dem Handlauf und bringt diesen in den Raum. Die Aufforderung die Hand dem Handlauf zu geben, besteht, ohne dass sich der Boden bewegt. Der Handlauf muss angetrieben werden, was für die Steuerung und Führung, welche vom Nicht-Ort gegeben wird, steht.
reach

Der Signaletik zu folgen und den direktesten Weg zum nächsten Ort zu finden, sind typische Verhalten unsererseits.
reach
ist aus insgesamt drei Anzeigetafeln aufgebaut. Die Tafeln können sowohl in die eine als auch in die entgegengesetzte Richtung zeigen. Die Richtung wird durch den Besucher beeinflusst, der dies jedoch nicht bemerkt und somit im Kreis läuft.
reflexion
Was sind die Auslöser für den gedanklichen Gebrauch des Objektes?
Was würde die Wechselwirkung zwischen mir, dem Objekt, dem Raum und anderen Menschen auswirken?
Warum erfahre ich den in Gedanken gewählte Raum nicht?
Impressum
project:non
Bachelordiplomarbeit 2017
ZHdK Zürcher Hochschule der Künste
Departement Design
Interaction Design
Juni 2017
Autoren:
Nadja Müller &
Ilaria Stendahl

weare@projectnon.ooo
Mentoren:
Björn Franke &
Clemens Winkler